TRANSJOB Produktionsschule Mostviertel


Warum Produktionsschule?

Manche Jugendlichen benötigen nach Beendigung ihrer Schullaufbahn etwas mehr Zeit und Unterstützung, um sich am Arbeitsmarkt zurecht zu finden. Ihnen fehlen oft wichtige Vorraussetzungen für die angestrebte Berufsausbildung bzw. grundlegende Kompetenzen für eine erfolgreiche Eingliederung.

Als Ziel gilt es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, versäumte Basisqualifikationen und Social Skills nachträglich zu erwerben, sowie Ausbildungsmöglichkeiten kennen zu lernen und sich damit besser am Arbeitsmarkt zurecht zu finden.

Wer wird angesprochen?

Die Produktionsschule wendet sich an Jugendliche bis zum vollendeten 21. Lebensjahr bzw. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr (für Jugendliche mit Behinderung), die eine Berufsausbildung absolvieren wollen, und deren Berufswunsch zum aktuellen Zeitpunkt klar scheint.

Wer sind die PartnerInnen?

Der Zugang zur Produktionsschule wird über eine enge Zusammenarbeit zwischen Jugendcoaching und AMS partnerschaftlich geregelt.

Wird die Teilnahme an der Produktionsschule vom zuständigen Jugendcoaching empfohlen, so wird zwecks Abklärung einer Bewilligung zur Deckung des Lebensunterhalts (DLU) Kontakt zum zuständigen AMS aufgenommen.

Wie läuft die Produktionsschule ab?

Die Produktionsschule besteht aus vier Säulen:

Trainingsmodule mit den Schwerpunkten

Aktivierung (Einstiegshilfe), Übung (Training, berufliche Orientierung,...) und Spezialisierung (für die spezifische Berufsausbildung)

Coaching

Coaches begleiten die Jugendlichen während der gesamten Dauer der Produktionsschule und besprechen mit ihnen laufend ihre Fortschritte.

Wissenswerkstatt

In der Wissenwerkstatt wird konzentriert am Erwerb von Kompetenzen im Bereich der Kulturtechniken sowie im Bereich der neuen Medien gearbeitet.

Sportliche Aktivitäten

Sport und Bewegung haben einen hohen Stellenwert bei der Produktionsschule und werden in unterschiedlichen Anforderungsniveaus angeboten.

Am Ende wird eine Produktionsschule Zukunftsmappe übergeben.

Fallbeispiel G.

Beim Jugendlichen G. bestand nach Beendigung der Schulpflicht aufgrund jahrelanger negativer Erfahrungen duch Mobbing eine massive Rückzugstendenz mit zunehmender sozialer Isolation und stark vermindertem Selbstwert.

Die jahrelange Mobbingerfahrung belastete nicht nur ihn, sondern auch sein umittelbares familiäres Umfeld. So bestanden Bedenken und Ängste seitens der Familie, dass das Mobben weitergehen könnte. Der Jugendliche hingegen wusste, wenn es ihm zuviel wird, dass er zu Affekthandlungen und aggressiven Übergriffen neigt. Durch den sozialen Rückzug hat sich hier ein geringes Maß an kommunkativem und introvertiertem Verhalten entwickelt, welches dem Jugendlichen ein "Durchstarten" zusätzlich erschwerte.

Fallbeispiel P.

Für den Jugendlichen P. stellte nach Beendigung der Pflichtschule eine weitere schulische Maßname keine Option dar, auch die berufliche Orientierung schien noch offen zu sein. Im Rahmen der Begleitung durch den Jugendcoach kristallisierten sich zwar Ausbildungswünsche heraus, jedoch mangelte es an grundlegenden, ausbildungsrelevanten Fertig- und Fähigkeiten, an körperlicher Ausdauer und auch Lernschwierigkeiten wurden wahrgenommen. Aufgrund des vorliegenden Nachreifebedarfs zur Erreichung der Ausbildungsfitness kam es zum Einstieg in die Produktionsschule.

Ansprechpartner

Herr Stefan Glinz
Geschäftsführer Stv. / Projektleiter
07472 22066
stefan.glinz@transjob.at

Ansprechpartnerin

Frau Isabella Hürner
Projektleiterin
07472 22066
isabella.huerner@transjob.at

Für weitere Informationen betreffend Projektmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Europäischen Sozialfond besuchen Sie bitte www.esf.at oder ec.euopa.eu/esf/.